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Jakobsweg

Der Jakobushof befindet sich direkt am Jakobsweg, dieser führt von Konstanz nach Santiago de Compostela in Spanien. Die Pilger, die den ganzen Weg an einem Stück machen, sind ca. 3 Monate unterwegs. Die meisten machen aber kürzere Etappen, zum Beispiel Konstanz - Einsiedeln.

Die Bar dient den Reisenden als Rastplatz. Weitere Hintergründe zum Jakobsweg und zu interessanten Geschichten mit Pilgergästen finden Sie weiter unten.


'Fernsehprogramm' an der Bar, im Sommer jeden Abend auf Grossleinwand!

Fotos und Gästebuch von Pilgergästen

Pilgerunterkunft am Jakobushof


 

Links:

www.pilgern.ch

JakobsNet mit über 200 Links!

http://www.jakobspilger.ch/

http://www.frauenkirche.ch/maer/

Unterwegs nach Santiago war Antje Ryssel 
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Hintergründe und Geschichten Jakobsweg

Es gibt div. Literatur über den Jakobsweg, (die ich bei Gelegenheit noch einfügen werde). Ich möchte mich aber in erster Linie den Begegnungen mit den Pilgergästen widmen.

Es gibt logischerweise viele Wege, die nicht nur nach Rom, sondern eben auch nach Santiago de Compostela führen. Einer davon führt von Konstanz am Jakobushof vorbei nach Spanien. Weiter nach Norden wird immer mehr "angebaut". Viele Leute kommen zurzeit von Ulm oder Umgebung.

Für den ganzen Weg benötigt man ca. 3 Monate. Es ist auch klar, dass, so nahe an der nördlichen Grenze der Schweiz, die meisten Deutsche sind. Es waren aber auch schon Engländer, Tschechen, Schweden  zu Besuch. Im Schnitt sind ca. 10 bis 20 Pilger täglich unterwegs, je Kälter je weniger!

Begegnungen

Einmal kamen ein Deutscher und ein Spanier zu Besuch. Keiner konnte die Sprache des andern, sie waren aber zuversichtlich, dass sich das in den nächsten 3 Monaten ändern wird! Ihre Packung war auch "richtig". Ich sehe sofort an der "Packordnung" ob jemand länger unterwegs ist oder sich das erste Mal auf einem Trip befindet, oder nur bis in die nächste Gaststätte läuft. Die meisten Leute haben viel zuviel dabei. Bei dem älteren Zweiländer Paar war dies eben nicht der Fall. Sie hatten zum Beispiel, um Platz und Gewicht zu sparen, sogar die Karte so ausgeschnitten, dass nur gerade noch die eigentlich Route vorhanden war.

Die meisten Pilgergäste sind Personen, die die Reise nach Ihrer Pensionierung antreten. Leider, meiner Ansicht nach. Ich denke, dass es keinem Schaden würde, sich nach der Lehre auf eine Reise zu begeben, so wie es teilweisse die Zimmermänner noch machen. Aber das ist meine persönliche Meinung.

Da war auch mal eine Frau zu Besuch, sie war alleine unterwegs. Ich fragte sie über den Grund ihrer Solowanderung. Nicht dass ich es abwegig finde, wenn jemand alleine unterwegs ist, im Gegenteil es ist sogar Sinnvoller, aber sie machte nicht gerade den glücklichsten Eindruck. Sie antwortete, dass sie niemanden gefunden habe. Paradoxerweise kam am darauf folgenden Tag ebenfalls eine allein wandernde Frau. Ich muss nun immer daran denken ob sich die zwei Damen erst in Spanien getroffen haben! Ich will mich hier nicht über jemanden lustig machen. Ich will damit eher sagen, dass jeder seinen Weg geht und auch gehen muss, manchmal auch kurz hintereinander!

Die meiste Leute sagen, dass sie den Weg auch gerne mal gehen möchten. Ich frage sie dann, auf was sie warten? Die wenigsten wissen eine plausible Antwort.

Was mir auch noch aufgefallen ist: Viele Wanderer befinden sich am Anfang ihrer Reise, und sind verständlicherweise ziemlich unsicher. Es ist ein Schritt in eine neue Welt, die ein wenig Umstellung gegenüber dem gewöhnlichen Alltag benötigt, aber jedem zu empfehlen ist.

Da waren eben auch mal zwei ältere Herren unterwegs, sichtlich schon ein paar Stunden. Verschwitzt als kämmen sie aus der Dusche setzten sie sich wie zwei Säcke auf die Bank meiner Bar. Die Stimmung war auf dem Nullpunkt. Man getraute sich kaum etwas zu sagen. Nach ca. 10 min fragte mich dann einer der beiden ziemlich ernst und so durch die Blume: "Wie sehen denn die anderen Leute so aus, die hier ankommen oder vorbeireisen?" Ich zögerte einen Augenblick und dachte erst, ich sollte was nettes sagten, erwiderte dann aber ziemlich direkt: "So fürchterlich wie ihr zwei hat jedenfalls noch niemand ausgesehen.
" Das Lachen war danach erfrischend für alle Beteiligten, und sie schafften es auch noch bestimmt bis nach Märstetten, das noch ca. 1 Stunde entfernt war.

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